Endometriose verstehen: Symptome erkennen und den Körper besser unterstützen

Endometriose ist eine chronische, gutartige, östrogenabhängige und entzündliche Erkrankung. Sie gilt als komplexe, multifaktorielle Erkrankung und betrifft rund 10 % der Frauen und menstruierenden Personen im Alter zwischen 15 und 45 Jahren.

Definition

Bei der Endometriose befindet sich gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe ausserhalb der Gebärmutter, beispielsweise im Beckenraum, an den Eierstöcken, am Darm oder an der Blase.

Diese sogenannten Herde reagieren auf den hormonellen Zyklus und können Entzündungen, Vernarbungen sowie Schmerzen verursachen.

Wichtig zu wissen

Endometriose ist gutartig, jedoch chronisch. Die genaue Ursache ist bis heute nicht vollständig geklärt, und es gibt derzeit keine heilende Behandlung. Der Fokus liegt daher auf einer nachhaltigen Linderung der Beschwerden und einer Verbesserung der Lebensqualität.


Typische Symptome

Die Beschwerden sind individuell sehr unterschiedlich. Häufig berichten Betroffene über:

  • starke, oft krampfartige Menstruationsschmerzen

  • chronische Unterbauch- oder Beckenschmerzen

  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

  • Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang

  • Rücken- und Beinschmerzen

  • Verdauungsbeschwerden, Blähungen oder Übelkeit

  • ausgeprägte Müdigkeit und Erschöpfung

  • Schwierigkeiten beim Kinderwunsch

Was kann die Physiotherapie bei Endometriose machen?

Die Physiotherapie ist Teil einer ganzheitlichen und interdisziplinären Begleitung. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren, Funktionen zu verbessern und den Alltag wieder besser bewältigen zu können.

Mögliche Inhalte sind:

  • Schlafedukation zur Unterstützung von Regeneration und Schmerzverarbeitung

  • Stressmanagement und Entspannung zur Regulation des Nervensystems

  • manuelle Techniken im Becken-, Bauch- und Rückenbereich

  • Körperwahrnehmung und Haltungsschulung

  • aktive Therapie und Training zur Verbesserung von Kraft, Beweglichkeit und Belastbarkeit

  • sanfte Bewegungsformen wie Yoga in Kombination mit Atem- und Entspannungsarbeit

  • Miktions- und Defäkationstechniken zur Unterstützung einer schonenden Blasen- und Darmentleerung

Die Behandlung orientiert sich stets an den individuellen Beschwerden, Zielen und Ressourcen.


Persönliche Einschätzung von Physiotherapeutin & Spezialistin für Beckenbodentherapie Martina Mächler

„Starke Schmerzen im Zusammenhang mit Endometriose müssen nicht einfach hingenommen werden. Auch wenn die Erkrankung chronisch ist, bedeutet das nicht, dass Betroffene hilflos sind.

Mit gezielter Unterstützung, geeigneter Therapie und individuellen Eigenmassnahmen können Schmerzen reduziert und die Lebensqualität deutlich verbessert werden.“


Wenn bei dir eine Endometriose diagnostiziert wurde oder ein entsprechender Verdacht besteht und du unter den beschriebenen Beschwerden leidest, kannst du dich gerne bei uns melden.

Wir begleiten dich aus physiotherapeutischer Sicht dabei, besser mit Schmerzen und funktionellen Einschränkungen umzugehen und deinen Alltag gezielt zu entlasten.

Du kannst uns bei Fragen auch jederzeit einfach schreiben.

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